3D-Kameras für Privatnutzer
// February 8th, 2010 // Hardware, Stereoskopie (3D)

Ikonoskop A-Cam3D (bluray-3d.de)
Im Zuge des aktuellen 3D-Hypes haben einige Entwickler entschieden, es sei an der Zeit, 3D-Kameras für den privaten Gebrauch zu produzieren.
Dabei sind zwei Produkte momentan auf dem Vormarsch: Die Ikonoskop A-Cam 3D und die Fujifilm Finepix REAL 3D W1, letztere ist sogar bereits im Handel erhältlich.
Das Fujifilm-Modell, im Handel für knapp 500€ erhältlich, kommt mit zwei Objektiven zu je 10 Megapixeln daher, einer Auflösung, die Full HD fast lächerlich wirken lässt. Kritiker bemängeln allerdings, wie bei vielen Kameras, der “Pixelwahn” gehe auf Kosten der endgültigen Schärfe, da Pixelrauschen bei starkem Zoom unvermeidlich wird.
Die Kamera ist laut Hersteller in der Lage, 3D-Bilder zu erzeugen, bei denen das Betrachten “immer ohne zusätzliche Hilfsmittel (wie z.B. eine 3D Brille) möglich” ist, das bloße Auge genüge. Allerdings ist es auch möglich, mit einer mitgelieferten Software das Material so aufzubereiten, dass jegliche 3D-Darstellung mit einem entsprechenden Gerät ermöglicht wird.
Fujifilm bietet auch einen entsprechenden digitalen Bilderrahmen an, der 3D-Fotos und Videos abspielen kann und für etwa 350€ erhältlich ist.
Außerdem wird in der Produktbeschreibung auch deutlich vermerkt, die Kamera biete nicht nur die Aufnahme in 3D sondern auch ganz neue Möglichkeiten für 2D-Fotografie. Zum Beispiel lässen sich die beiden Objektive mit unterschiedlichen Einstellungen belegen. So hat man beispielsweise mit einmaligem Auslösen zwei Fotos der selben Szene, eines davon in Weitwinkel und Farbe, das andere in Telewinkel schwarz-weiß.
Das bisherige Konkurrenzmodell, die Ikonoskop A-Cam 3D
wird wohl etwas mehr kosten (der genaue Preis ist noch unbekannt), legt aber ein größeres Augenmerk auf die Videooaufnahme in 3D. Mit zwei voll videotüchtigen Full-HD-Kameras im Abstand von ca. 9cm und einem Gesamtgewicht von 2,8kg, etwa dem 4-fachen der Fujifilm-Kamera, kommt die A-Cam schon etwas klobiger daher, wird wahrscheinlich aber weitaus professionellere Videosequenzen aufnehmen können. Bei einer Farbtiefe von 12bit pro Kanal (Rot, Grün, Blau; insges. 36bit) legt die Kamera laut Ikonoskop eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 30 FPS (frames per second = Bilder pro Sekunde) an den Tag.
Ob sich die A-Cam 3D für einen Privatnutzer wirklich lohnt, kann jeder wohl erst für sich entscheiden, wenn ein offizieller Preis genannt wird. Die Finepix REAL 3D ist für den begeisterten Fotografen wahrscheinlich eine interessante Investition, braucht sich aber meinem Erwarten nach keine große Resonanz beim Otto-Normalverbraucher zu erhoffen.
(Quellen: amazon.de, ikonoskop.com, bluray-3d.de)
Related posts:




